Herzensblick – Blog

Schön liest du meinen Blog. 😀

Ich liebe es, das Leben mit all seinen Facetten zu erforschen. Bewusst hinzuschauen und zu erkunden, was mir noch dienlich ist und was ich loslassen darf. „Frei-werden“ von dem, was mich hindert ganz „ich“ zu sein. Ich liebe es auch, Fragen zu stellen. Ehrlich, direkt und manchmal herausfordernd. Ist es nicht genau dies, was uns letztendlich wachsen lässt? 🌷

Ich freue mich, wenn du mich auf diesem Weg begleitest. Mögen wir gemeinsam viele „Herzensblicke“ erschaffen, wenn wir uns getrauen, bewusst hinzuhorchen und in die Tiefe zu gehen. Auf einer Reise zu uns selbst. 😊🙏


„Kennst du diese Augenblicke, in denen du ganz bei dir bist, endlich loslässt und dich dadurch ausdehnst? In denen du plötzlich mehr wahrnimmst und tief in dir drin glücklich bist? Ich nenne sie Herzensblicke.“

DELIA (AUS „HERZENSBLICKE“)


Der spirituelle Dschungel

Der spirituelle Dschungel

Ich befasse mich mit Spiritualität. Doch was ist das überhaupt? Wenn ich mich umblicke, so sehe ich einen spirituellen Dschungel. Und er wird immer grösser, er wird immer undurchsichtiger… Er ist – aus meiner Sicht – bereits unnatürlich rosarot und himmelblau gefärbt.

Denn was ist Spiritualität überhaupt?

Darauf gibt es viele Antworten, doch für mich bedeutet Spiritualität mehr denn je, sich radikal und ehrlich mit sich selbst und dem eigenen Leben auseinander zu setzen. Wozu bin ich hier? Wohin geht mein Weg? Wer bin ich überhaupt hinter all den erlernten Identifikationen?

Ein bewusstes Hinschauen, Hineinfühlen und die Bereitschaft für Veränderung, sind für mich wesentliche Bestandteile dieser Reise zu sich selbst. Doch wie viele wollen sich wirklich ihren inneren Schatten stellen? Wie viele wollen lieber einer äusseren Instanz glauben schenken, als selbst die Verantwortung für die eigene innere Wahrheit zu übernehmen?

Es stimmt mich nachdenklich, wenn ich die „Spirituelle-Szene“ betrachte. Es geht oft um einen schnellen Erfolgs-Booster, um eine 10-Tage-Heilung oder um Affirmationen, die dir schnellste Manifestation und grossen Reichtum versprechen. Doch ist das nicht gerade DIE Möglichkeit, um unsere Schatten zu umgehen? Indem wir nur einen Zeh ins „Wasser“ stecken, anstatt gänzlich in unser Innerstes zu tauchen?

Auch gibt es immer mehr Möglichkeiten, sich durch ein Wochenendseminar oder ein paar Videos zum spirituellen Coach ausbilden zu lassen. Versteht mich bitte nicht falsch – ich finde es wundervoll, wenn sich Menschen auf diesen Weg begeben. Doch ist Spiritualität nicht das Leben selbst? Können wir die Spiritualität genauso angehen wie andere Ausbildungen auch? Mit Zertifikaten und Stundenplänen? Oder geht dabei nicht etwas Wesentliches verloren?

Ich hatte lange Zeit den Zweifel, ich sei zu jung, um Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Doch inzwischen muss ich darüber schmunzeln. Ich bin schon mein ganzes Leben in einer „spirituellen Ausbildung“. Und all die Leben davor… Wie du auch. Die Frage ist für mich nur: Wie BEWUSST haben wir diese Zeit durchlaufen? Wie viel Raum haben wir unserer inneren Führung gegeben und dadurch neue Gefilde in uns entdeckt? Wie oft haben wir uns getraut, weg vom gängigen Strom zu forschen? Uns selbst zuzuhören?

Ich durfte für mich erkennen, dass genau dies das unglaublich Wertvolle ist: Die Erkenntnisse und „Wisdom-Nuggets“, die wir auf unserem ganz persönlichen Weg sammeln durften miteinander zu teilen. Es muss dabei keiner „Norm“ entsprechen, noch braucht es einen „Plan“ dahinter.

Ich bin ich. Du bist du. Und wir brauchen nebst rosarot und himmelblau auch alle anderen Farbschattierungen und Nuancen. Die ganze Palette eben. Am liebsten bei einem Kunstwerk, das niemals endet – so wie wir ewige, ungebändigte Wesen sind.

Meine Berufung… oder so?

Meine Berufung… oder so?

Seit ich keine fixe Anstellung mehr habe und die Leute um mich herum wissen, dass ich mich neu orientieren möchte, werde ich oft gefragt:

„Und, weisst du nun (endlich 😉 ), was du tun möchtest?“

Oft stammle ich dann etwas Unverständliches vor mich hin, da ich nicht so recht weiss, was ich auf diese Frage antworten soll. Ich weiss doch schon längst, was ich möchte. Doch wie erklärt man, dass man das Leben leben möchte? Wie erklärt man, dass man keine neue Kategorie mehr sucht, in welcher man seine scheinbare Erfüllung findet?

Es wird viel über Berufung gesprochen und doch verstehen die meisten (aus meiner Sicht) fast genau dasselbe darunter, wie unter einem Beruf. Vielleicht einer, der dir mehr Freude macht, mehr gefällt – doch es ist immer noch ein „Beruf“. Wenn ich also meiner Berufung nachgehe, so ist es völlig legitim, den Beruf zu wechseln. Doch gänzlich auf einen Beruf zu verzichten? Geht das überhaupt?

Ich beobachte gerne. Und ich sehe immer deutlicher, wie wir alle von einer „Schublade“ zur nächsten ziehen. Es fällt uns schwer, in das scheinbar „Unbekannte“ zu gehen. Wenn es nicht der handwerkliche Beruf ist, so vielleicht ein Pflegeberuf, der mich erfüllen könnte? Oder möchte ich doch lieber Coach werden?

Versteh mich nicht falsch – Berufe können wunderbar sein. Sie können uns positiv herausfordern, wachsen lassen und mit Freude beschenken. Doch sobald wir den Wunsch nach einem „mehr“ verspüren, können diese Berufsbilder uns auch hindern. Auch dann, wenn wir uns selbständig machen. Ich glaube der Kern liegt oft darin, dass wir unsere Tätigkeit mit dem Verstand zu fassen versuchen. Wir möchten verstehen und erklären können, was wir tun. Wir möchten etwas Neues, doch gleichzeitig fällt es uns schwer, das alte Kleid des „das ist ein anständiger Beruf“ hinter uns zu lassen. So wechseln wir vielleicht das Feld der Arbeit, doch nehmen wir viele Kategorien, viele „Schubladen“ mit. Wir erdenken uns einen neuen Beruf – etwas, das „gefragt“ ist. Etwas, das mir mein Leben „sichert“. Tut es das wirklich? Oder hindert es uns nicht eher, unser wahres Potential zu entdecken?

Wie wäre eine Welt, in welcher wir uns gegenseitig unterstützen würden, diesen Weg des eigenen Wachsens zu gehen? Jenseits der Kategorie „Berufe“? Ich bin überzeugt davon, dass die wahre Essenz eines jeden Wesens der wirkliche „Schatz“ ist, den wir suchen. Der Ausdruck dessen, was jedes Wesen im Kern auf die Erde bringt ist einzigartig und zutiefst bereichernd. Die Form, in welche wir diese Energie fliessen lassen, scheint mir jedoch natürlich wandelbar und beweglich.

Was würde ich dir also antworten, wenn du mich fragen würdest: Hast du deine Berufung gefunden?

JA. Ich möchte das Leben in all seinen Facetten erforschen und geniessen, mich als souveränes Wesen erkennen und meinen Weg des Wachsens gehen. Ich möchte heute Lernende sein dürfen und morgen Künstlerin. Übermorgen Heilerin und am Tag danach eine Liebende. Ich möchte jeden Tag frei fühlen, was durch mich in die Welt hinaus möchte.

Was möchte durch dich hinaus in die Welt?