

Auf dem Weg in eine neue Welt












„Warum erlauben wir uns nicht einfach glücklich zu sein und diese erfüllenden Momente zu nähren, zu vervielfältigen?“ Delia blickte erwartungsvoll zu Ruth.
„Na ja, das klingt ja alles schön und gut, aber wie ist das dann praktisch möglich?“, warf diese ein.
„Indem du deine Realität radikal änderst. Indem du vom Denken ins Fühlen kommst, sodass dir die Energien dienen. Indem du erlaubst, dass für dich gesorgt wird. Es ist reinste Fülle um uns, wenn wir sie zulassen. Schau, die meisten Erwachsenen erdenken sich ihr Leben. Wie es zu sein hat, was sie gerne tun möchten – sogar, was sie glücklich macht. Sie denken, dass sie die Kontrolle über ihr Leben haben müssen, um es zu etwas zu machen. Um etwas aus SICH zu machen. Dabei trennt sie ihr Denken von sich selbst und von der wahren Fülle, die stets greifbar wäre. Ich habe festgestellt, dass ich auf dem für mich richtigen Weg bin, als ich merkte, dass ich für vieles keine Worte mehr finde. Denn da, wo das Denken aufhört, fängt das Fühlen an und diese Empfindungen lassen sich kaum in unsere begrenzten Worte fassen. Erst das Fühlen erlaubt es dir, in Fülle zu leben.“
Delia setzte sich nun auf und sah Ruth eindringlich an. „Wir dürfen wieder lernen zu vertrauen. Die Zügel loszulassen. Uns zu öffnen für eine Realität, die wir eben nicht kontrollieren können, weil sie so viel größer, reicher und schöner ist als unsere limitierte, erdachte Welt.“
Ausschnitt aus dem Buch „Herzensblicke“ ❤





„Ich habe die letzten Monate gemerkt, wie sehr ich mich immer wieder verliere, wenn ich mich in die Zukunft richte und auch wenn ich an mir arbeite. Dabei kommt alles zu mir, wenn ich mich vertrauensvoll dem Leben öffnen kann. Es braucht unglaublich viel Mut, das ist nicht zu leugnen, doch das ist es mir wert, weil ich dadurch auch zu mir selbst viel Nähe aufbaue.
Es kamen auch bereits viele Ängste hoch, die ich bisher nicht kannte, weil ich mich bis jetzt noch nie wirklich dieser inneren Stille gewidmet habe. Die Angst vor diesen tiefen Gefühlen oder die Angst, Schmerzen zu empfinden und ganz Mensch zu sein. Natürlich auch die Angst wiederum vor meiner Größe, wenn ich fühle, dass ich mehr bin als Mensch.
Es ist manchmal richtig absurd und gleichzeitig darf alles da sein. ,Das große Und’. Ohne zu werten oder etwas zu ändern. Alles ist gut, wie es ist und unsere Reise ist die natürlichste, die es gibt. Dies alles beginne ich langsam zu verstehen.“
Ruth aus dem Buch Seelenblicke ❤
