und sie liess ihn frei…

Was sie davor schon auf allen anderen Schichten und in allen anderen Dimensionen gemacht hatte, war nun auch auf der tiefsten aller Ebenen an der Zeit. Sie ließ ihn frei und erkannte im selben Atemzug, dass sie sich selbst frei ließ. Er war sie und sie war er. Und dennoch ließ sie ihn mit all ihrem Wesen frei, um in jeder Zelle zu spüren, was sie bereits gewusst hatte: „Ich bin Schöpfung. Ich bin das ewige Sein. Ich bin.“

Ihr Liebster hatte ihr die ganze Zeit als menschliches und geistiges Wesen gespiegelt, was sie noch nicht in sich selbst hatte sehen können. Was sie noch nicht bei sich selbst fühlen oder wahrzunehmen fähig war. Bis zu dem einen Zeitpunkt, an dem sie auch diesen allerletzten Spiegel zurücknehmen konnte. Als sie tief drinnen spürte, dass alles, was sie wahrnahm, ein Ausdruck ihres eigenen göttlichen Wesens war. Sie war in sich selbst nach Hause gekommen. Gänzlich angekommen.

Nun gab es keine Spiegelwelt mehr. Es gab nur noch ein Meer aus Potenzialen, eine grenzenlose Freiheit zu wählen und ein Sein in Fülle und Frieden mit sich selbst.

Ein Teil von ihr weinte damals. Trauerte um diese letzte verlorene Hülle. Doch da war auch diese Neugierde. Diese Freude am Erleben selbst.

Ausschnitt aus meinem Buch „Seelenblicke“

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